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Ältere Menschen vor Diskriminierung durch KI schützen

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) veröffentlicht die Stellungnahme zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF) mit seiner Arbeitsgemeinschaft Medien (EAM) beschäftigt sich seit langem mit Medien und Digitalisierung. Seit Jahrzehnten fordern wir, die Medienkompetenz der Bevölkerung zu stärken. Besonders wichtig ist uns, mit Bildungsangeboten ältere Frauen zu erreichen. Wir haben an verschiedenen Projekten, zum Beispiel zum Thema „Smart Home“, des Instituts für Lern-Innovation der Universität Erlangen-Nürnberg (ILI) teilgenommen. Aktuell ist unsere Arbeitsgemeinschaft Medien in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München eine von zehn Organisationen im BAGSO-Projekt „KI für ein gutes Altern“.

Als Mitglied der BAGSO-Fachkommission Digitalisierung unterstützen wir die BAGSO-Stellungnahme und schließen uns den Forderungen an.

PRESSEMITTEILUNG - BAGSO
Bonn, 17. Juni 2024

Ältere Menschen vor Diskriminierung durch KI schützen

BAGSO veröffentlicht Stellungnahme zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Bei der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz müssen die Grundrechte und Interessen älterer Menschen besser berücksichtigt und geschützt werden. Das fordert die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen in ihrer Stellungnahme „Künstliche Intelligenz nutzen – Interessen und Grundrechte älterer Menschen schützen!“. So müssen KIAnwendungen daraufhin überprüft werden, inwieweit sie altersdiskriminierend sind oder stereotype Altersbilder reproduzieren, heißt es in der Stellungnahme. Der Schutz der Interessen und Rechte älterer Menschen beim Einsatz von KI müsse gesetzlich verankert werden.

Nach Ansicht der BAGSO müssen ältere Menschen verstärkt Zugang zu Bildungsangeboten haben, in denen sie den Umgang mit KI-Systemen und -Produkten erlernen und ihre kritische Medienkompetenz stärken können. Sie sollten zudem bereits in die Entwicklung von KI einbezogen werden. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz müsse stets transparent gemacht werden. Die BAGSO fordert dazu eine  Kennzeichnungspflicht für KI-Produkte, zum Beispiel bei Informationen, Fotos oder Filmen, die unter Einbeziehung von KI erstellt wurden.

Die BAGSO begrüßt, dass KI-Anwendungen insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Gesundheit ältere Menschen in ihrer selbstständigen Lebensführung unterstützen und ihre Versorgung verbessern können. Dies gilt für sprachgesteuerte Assistenzsysteme ebenso wie z.B. für Telemedizin und Smart Home-Anwendungen. Sie warnt jedoch davor, dass ältere Menschen ohne die erforderlichen finanziellen Mittel von der Nutzung ausgeschlossen werden könnten. Die BAGSO setzt sich deshalb für die finanzielle Förderung einer digitalen Ausstattung im Rahmen der Grundsicherung ein.

Anlass für die Stellungnahme ist die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz in allen  Lebensbereichen sowie der AIAct der EU, der im März 2024 verabschiedet wurde.

Über die BAGSO
Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen
vertritt die Interessen der älteren Generationen in
Deutschland. Sie setzt sich für ein aktives, selbstbestimmtes und
möglichst gesundes Älterwerden in sozialer Sicherheit ein.
In der BAGSO sind mehr als 120 Vereine und Verbände der Zivilgesellschaft
zusammengeschlossen, die von älteren Menschen
getragen werden oder die sich für die Belange Älterer engagieren.

Pressekontakt
BAGSO
Bundesarbeitsgemeinschaft
der Seniorenorganisationen e.V.
Barbara Stupp
Telefon 0228 / 24 99 93 12
stupp@bagso.de

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Bild: pixabay.com, Ai generiert, Gemeinschaft, Menschen