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Ökumenische Medientagung in der BLM

|   Aktuelles
  • Mit einer rasanten Medienentwicklung Schritt halten
  • 20 Jahre Flimmo

Medienrätin Katharina Geiger konnte gemeinsam mit ihrer Medienratskollegin Ulla Kriegel einen vollen Saal medieninteressierter Zuhörerinnen zur 2. Ökumenischen Medientagung der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB) und der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Frauen Bayerns in der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) begrüßen: „So viel Frauenpower in der kritischen Medienbegleitung hat es noch nie gegeben!“

Da BLM-Präsident Siegfried Schneider kurzfristig verhindert war, wurde er vom stellvertretenden Geschäftsführer und Bereichsleiter Technik der BLM Reiner Müller vertreten. Dieser nahm sein Publikum mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Mediums Fernsehen. Um auf den raschen technischen Wandel und seine Anforderungen an die Marktteilnehmer im Medienbereich aus öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk zu kommen, stellte er die Entwicklung von analog zu digital, von PAL zu HD und von UKW zu DAB+ dar.

Wie empfangen die Menschen in Bayern ihr TV-Programm? Die Hälfte über Kabel, die andere über Satellit. Nur 1 bis 2 Prozent aller Bürger schauen ausschließlich über Internet Fernsehen.

Die schnell fortschreitende technische Entwicklung macht Milliardeninvestitionen erforderlich. Allein seit der Einführung des hochauflösenden Fernsehens 2005 gab es viele technische Weiterentwicklungen. Die Röhrenbildschirme wurden flach, dann riesengroß, gegenwärtig werden gebogene Bildschirme für ein noch umfassenderes Seherlebnis etabliert. Hielt ein Fernsehgerät früher 15 Jahre, so erfordern heute die neuen Standards alle 3 bis 4 Jahre ein neues Gerät. Verbraucher haben dabei keine Chance. Sie müssen mitmachen und die neuen Geräte kaufen, sonst können sie die Programme nicht mehr empfangen. Aber nicht nur die Zuschauer müssen investieren, sondern auch die Produzenten. Die Unterhaltungsindustrie und die nationalen Sender geben den Takt vor, die privaten Lokalsender müssen hinterher.

Ähnlich ist die Entwicklung beim Radio. Es wird noch zu 97 Prozent über Antenne empfangen. Aber da die Ausstrahlung über UKW mit den vielen terrestrischen Sendern viel teurer ist als per Internet, stellt dies eine kostengünstigere Variante der Übertragung dar. Die Geräte ändern sich, bieten mittlerweile UKW, IP und DAB in einem an. Plötzlich flogen die Köpfe herum. Denn BLM-Präsident Siegfried Schneider war doch noch gekommen und ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmerinnen der Medientagung zu begrüßen.

In anderer Weise ließ sich die Entwicklung der Medien beim nächsten Tagungsblock beobachten, der Gratulation zu 20 Jahren FLIMMO, dem Programmheft für das Kinderfernsehen. Es ist ein verlässlicher Ratgeber für alle Eltern, die schauen, was ihr Kind schaut. Quasi als eine Mutter von FLIMMO sprach Verena Weigand, die sich als Fachfrau für den Jugendschutz für das Zustandekommen dieses medienpädagogischen Projekts eingesetzt hatte. FLIMMO arbeitet als ein Verein, dem heute 13 von 16 Landesmedienanstalten Deutschlands angehören. Fernsehen ist für die Kinder immer noch das wichtigste Medium, und es ist ihr Tor zum Internet. Deswegen bringt FLIMMO seit 2002 auch Informationen zum Thema Kinder und Internet unter die Elternschaft. Folgerichtig kann man FLIMMO auch im Internet finden (www.flimmo.de). Auch als App für IOS und Android ist das Magazin erhältlich. FLIMMO hat die riesige Auflage von 750000 Exemplaren, ist kosten- und werbefrei. 18000 Multiplikatoren bringen das Heft unter die Leute, an Schulen, Kindergärten, Apotheken und Kinderärzte. Für die Kinder selbst gibt es ein Beilageblatt, aber das Publikum, an das sich FLIMMO richtet, sind Eltern. Medienrätin Katharina Geiger fügte hinzu, das Heft sei auch hervorragend für Großeltern geeignet, die ja häufig in die Kinderbetreuung eingebunden seien.

Nach der Mittagspause, die wie immer insbesondere dem Gespräch und intensiven Netzwerken gewidmet war, informierte in der dritten Sektion die BLM-Europareferentin Johanna Fell über neue Werbeformen und ihre Regulierung.

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Cover Flimmo-Broschüre
Cover Flimmo-Broschüre
BLM-Tagung in München
Medienrätinnen Katharina Geiger und Ulla Kriebel