Skip to main content Skip to page footer

SPRUCH des Monats Mai 2026

Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!
Phil 4,6 (E)

Sorgt euch um nichts…, ach wie wäre das schön. Keine Zukunftsängste, keine Sorgen um einen lieben Menschen oder ein geliebtes Tier. Keine Familienstreitigkeiten und keine Ängste um die Gesundheit. Keine finanziellen Probleme. 

Und dann die vielen Kriege in nah und fern, immer mehr wird versucht mit Gewalt Frieden zu erreichen.  Da stellt sich die Frage, passt der erste Teil von Paulus Aussage in unsere Zeit? 

Wer das Leben von Paulus kennt, der weiß, dass er aus seinen eigenen Erfahrungen schreibt. Er hat viel erlebt, Wohlstand, Friede, aber auch Not, Angst, Hunger, Armut. Er kennt das Leben. Die große Zuversicht, die aus Paulus Worten strahlt, spiegelt sich im zweiten Teil der Monatslosung: ... sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott.

Ich habe keine theologische Ausbildung, aber ich bin überzeugt, Paulus konnte es nicht alleine und wir müssen es ebenfalls nicht - alleine im Leben bestehen.

Doch was heißt Beten? Beten heißt, sich Gott zuwenden. Ihm alles sagen, in stillen oder lauten Worten, was mich bewegt. Dazu bedarf es der Übung. Wir Christen können es von unseren Eltern, den Paten oder im Kindergarten lernen. In der Kirche, bei Kindergottesdiensten und dann später, wie zurzeit meine Enkelin im Konfirmandenunterricht, sich mit dem Thema Beten befassen.

Ich habe im Gesangbuch nachgelesen und dort steht der Satz: Beten lerne ich durch Beten. Es wird unter anderem das Einüben im Gottesdienst, mit vorgefertigten und überlieferten Gebeten, als Gebetsschule bezeichnet. Auch das Sprechen oder Singen der Psalter ist eine gute Einübung. 

Not lehrt beten. Diese Erfahrung hat bestimmt schon mancher in seinem Leben gemacht. Not, Leid und Verzweiflung können aber auch sprachlos machen – auch für das Gebet. In guten Zeiten kann das Gebetsleben zum Erliegen kommen. Das ist kein Grund dafür zu meinen, von Gott abgeschrieben und verlassen zu sein. Gott verliert uns nicht aus den Augen und dem Herzen. Wir bleiben auch in dieser Situation seine geliebten Kinder.

Ein Beispiel aus dem Gesangbuch: Manchmal gleichen diese Lebensabschnitte einem Fluss, der an einer Stelle versickert, um dann an einer anderen wieder an die Oberfläche zu treten.

Gebete werden an verschiedenen Orten und nicht nur in vorgefertigten Texten gesprochen. Vielleicht ein Stoßgebet oder ein selbst formuliertes Fürbittengebet. Sehr schön finde ich das bei Familienfesten wie Hochzeit und Taufe. Auch dann, wenn wir den Blick nach oben richten, um Schutz und Segen zu erbitten. Bei einer Pilgerwanderung hatte ich das Erlebnis, genau beim Elfuhrläuten mit einer Gruppe in der Ortschaft anzukommen. Der Ruf zum Gebet war unüberhörbar. 

Lassen wir uns doch rufen! Nehmen wir uns ein paar Augenblicke Zeit, um in Demut innezuhalten und um zu beten/flehen oder zu danken. 

Denn so schreibt Paulus weiter in Vers 7: Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.

In der Lutherübersetzung heißt es: Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. (Phil 4,7)
Frieda Stoll, 
Thalmässing

Datenschutzerklärung *

Hier können Sie sich unsere Datenschutzerklärung ansehen.

Deutscher Evangelischer Frauenbund e.V.
- Geschäftsstelle -
Kufsteiner Platz 1
81679 München

 +49 89 46133605
 +49 89 98105789
 info(at)def-bundesverband(dot)de